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Der TÜV

Januar 24th, 2009 · No Comments

Bis dass der TÜV uns scheidet! Diesen Aufkleber findet man an vielen, vor allem älteren Fahrzeugen. Das Alter eines Fahrzeuges kann durchaus Probleme für seinen Besitzer mit sich bringen; vor allem, wenn schon so große Schäden am Auto vorhanden sind, dass man sich echt Sorgen machen muss, ob das Fahrzeug die Überprüfung noch einmal mit wenigen Mängeln übersteht, und die Plakette erhält, sodass man es noch einmal für zwei Jahre fahren darf. Mancher Autobesitzer verdrängt diese Tatsache solange, bis er vom Fahrzeugschein oder dem Datum auf dem Nummernschild daran erinnert wird. Dann ist höchste Eile geboten.

Prinzipiell hat man zwei Möglichkeiten. Man kann das Fahrzeug zum Überprüfen bringen, sich die Mängelliste ausdrucken lassen, und die Schäden dann reparieren lassen. Wenn es nicht so schlimm ist, dass man Angst haben muss, dass das Auto aus dem Verkehr gezogen wird, ist diese Vorgehensweise durchaus legitim. Auch bei Fahrzeugen neueren Baujahres kann man durchaus so handeln. Weiß man, dass die Bremsen nicht mehr die besten sind, hat man ja trotzdem die Möglichkeit, dies noch vorher machen zu lassen. Viele lassen ihr Auto aber in einer Werkstatt auf Vordermann bringen, bevor sie die Plakette erneuern lassen. Wer seinen Gebrauchtwagen eben erst gekauft hat, wird sicherlich manchmal mit Erschrecken feststellen, dass er sich über den Tisch ziehen hat lassen, weil er bei der Besichtigung vor dem Kauf erhebliche Mängel nicht feststellen konnte, und nun hohe Kosten auf ihn zukommen, bevor er die Plakette bekommt.

Schon auf dem Bremsen Prüfstand kann die Entscheidung fallen, ob das Auto noch länger gefahren werden darf. Erfüllt die Bremsanlage die Vorgaben nicht, muss man gleich wieder nach Hause beziehungsweise in die nächste Werkstatt fahren. Glück haben die Fahrer, die die Bremsklötze oder Scheiben selbst austauschen oder die Handbremse selbst nachstellen können. Auch die Lichter werden überprüft; man hat also die Möglichkeit, dies zuhause zu testen, und gegebenenfalls die Birnen an der Nummernschild Beleuchtung, der Nebelleuchte oder dem Standlicht auszutauschen.

Schlimm ist es, wenn der Rost das Fahrzeug schon entdeckt hat. Kleinere Blessuren machen nichts, hier bekommt man den Hinweis, dass man etwas unternehmen muss, aber die Plakette wird zugeteilt. Anders ist es, wenn tragende Karosserieteile vom Rost befallen sind. Hier kann man entsetzte Blicke des Technikers feststellen, und das flaue Gefühl im Magen sagt eigentlich schon alles. Unweigerlich muss man hier das Fahrzeug in Schuss bringen lassen, denn das Fahrzeug weiter zu benutzen, wäre gefährlich. Ab einem gewissen Alter des Fahrzeugs wird die Zuteilung der Plakette immer mehr zum Unsicherheitsfaktor.